Bundesamt für Naturschutz: Neues Projekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“

Zu den größten Bedrohungen für die biologische Vielfalt gehört die Zerschneidung von Lebensräumen durch Verkehrswege, Siedlungen und Agrarflächen mit Monokulturen. Um naturnahe Lebensräume in Deutschland miteinander zu vernetzen und so das Überleben vieler Tier- und Pflanzenarten zu sichern, ist ein bundesweiter Biotopverbund notwendig. Das neue Projekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt soll daher bundesweit Kommunen dafür gewinnen, einen solchen Biotopverbund gemeinsam mit lokalen Akteuren umzusetzen. In Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen werden dazu in Modellregionen Biotope beispielhaft aufgewertet und stärker miteinander vernetzt. Zudem ist eine deutschlandweite Informationskampagne für alle Kommunen geplant. Das Bundesamt für Naturschutz fördert das Vorhaben mit Mitteln des Bundesumweltministeriums in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro.

In den drei Modellregionen werden unterschiedliche Schwerpunkte bearbeitet:

Das im oberbayerischen Landkreis Freising gelegenen Ampertal ist als Gewässer- und Feuchtgebietsachse für den bundesweiten Biotopverbund von hoher Bedeutung. Noch verbliebene naturnahe Lebensräume wie Bachsäume, Hangquellmoore, Teiche, Tümpel werden als Gerüst für den Aufbau eines Biotopverbundes genutzt. Bei Thonstetten sollen in einem Gebiet, das besonders für gefährdete wiesenbrütende Vogelarten wertvollen Lebensraum bieten kann, beispielhaft Biotopverbundmaßnahmen verwirklicht werden:

Geplant ist, feuchte Bodensenken anzulegen, Bewässerungsgräben aufzuwerten und Acker in feuchtes Grünland umzuwandeln und mithilfe einer extensiven Beweidung durch Wasserbüffel zu pflegen.

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